MORO Fläche

Quelle: Regionalverband Südlicher Oberrhein

Quelle: Regionalverband Südlicher Oberrhein

Regionalverband Südlicher Oberrhein

Die Stadt Freiburg, Oberzentrum in der Region Südlicher Oberrhein, ist schon naturräumlich in ihrem Flächenwachstum begrenzt. Mit Beschluss des Gewerbeflächenentwicklungskonzepts 2020 wurde festgestellt, dass für flächenintensive Betriebe wie Logistiker keine Flächenpotenziale mehr vorhanden sind und im Flächennutzungsplan 2040 auch keine neuen Flächen mehr auf Freiburger Gemarkung ausgewiesen werden können. Mit den stadt- und regionalweit weiter zunehmenden Flächenkonkurrenzen einher geht die verstärkte Forderung nach flächensparenden Siedlungsentwicklungen – sowohl im Bestand als auch bei Flächenneuausweisungen für Gewerbebetriebe.


Gleichzeitig wachsen die Bedarfe nach Flächen für Logistik und Lagerhaltung aufgrund äußerer Einflüsse, sei es aufgrund von Lieferengpässen, wachsendem Onlinehandel oder beispielsweise aufgrund von arbeitsteiligen Produktionsprozessen. Damit die Stadt Freiburg die logistischen (Flächen-) Bedarfe ihrer wachsenden Bevölkerung, sowie ihre überörtlichen Funktionen für die prosperierende Wirtschaftsregion erfüllen kann, bedarf es einer regionalen Herangehensweise.

Verstärkt durch den Prozess zur Neuaufstellung des Flächennutzungsplans 2040 der Stadt Freiburg, zeigt sich die Erforderlichkeit, die zukünftige Gewerbefächenentwicklung stärker als bislang in einem größeren stadtregionalen Rahmen auszurichten.

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Quelle: Regionalverband Südlicher Oberrhein

Zielsetzung

Ziel des Vorhabens ist es, die wachsenden Flächenbedarfe der Logisitik mit den Zielsetzungen zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme in Einklang zu bringen. Dazu sollen:

  • regionale Logistik- und Wertschöpfungsketten identifiziert und weitergedacht werden, um für die regionale Lösung des Problems zu sensibilisieren;
  • auf verschiedenen Ebenen der Lieferkette modellhafte, flächensparende Logisitikangebote ermittelt und gegebenenfalls weiterentwickelt werden;
  • ein regionaler Dialog über Flächenbedarfe für logistische Dienstleistungen, Standortqualitäten, regionale Zusammenarbeit und Verantwortungen initiiert werden;
  • kommunale und regionale Ziele für eine bedarfsgerechte und flächensparende Siedlungsentwicklung sowie Möglichkeiten zur Förderung eines nachhaltigeren Logistiksystems herausgearbeitet werden;
  • Suchräume und zu prüfende Standorte herausgearbeitet werden, wo (im Bestand, auf neuen Flächen, an neuen Standorten) gegebenenfalls erforderliche Logistikangebote realisiert werden könnten.

Quelle: Regionalverband Südlicher Oberrhein

Quelle: Regionalverband Südlicher Oberrhein

Wesentliche Projektbausteine

Dieses Arbeitspaket umfasst die zentrale Organisation der Projektpartnerschaft (einschließlich Zeit- und Finanzmanagement), die Zusammenarbeit und Pflichten gegenüber dem Fördergeber, der Begleitforschung und den weiteren Modellregionen dieses MORO-Programms sowie die Öffentlichkeitsarbeit.

Die Analyse dient dem fachlichen Einstieg in das Thema. Darüber hinaus soll bereits in dieser Phase ein Mehrwert generiert werden, indem die starke regionale Verflechtung im Bereich der Logistik verdeutlicht wird. Hierzu soll das regionale Logistiksystem analyisiert sowie die Herausforderungen und zukünftige Entwicklungen der Logistikwirtschaft herausgearbeitet werden. Hierfür soll ein Fachbeitrag extern beauftragt werden.

In diesem Schritt wird nach Umsetzungswegen gesucht, wie eine verbesserte überörtliche Zusammenarbeit im Bereich der Logistik in Politik und Planungspraxis verankert werden kann. Hierzu werden Instrumente und Handlungsebenen, Interessenkonflikte und mögliche Interessenausgleiche sowie Vorgehensweisen und Handlungsansätze aus anderen Regionen betrachtet. In einem Workshop sollen die Defizite und Handlungsoptionen für die regionale Governance mit den zentralen Akteuren der Region diskutiert werden.

Dieser Projektbaustein widmet sich den Entwicklungspotenzialen von Logistikstandorten. Aufbauend auf Baustein #2 sollen folgende Fragen beantwortet werden:

  • Welche Potenziale zur Erhöhung der Flächeneffizienz, der Klimaresilienz sowie zur Emissionsminderung von Logistikstandorten gibt es?
  • Welche innovativen Lösungen bestehen, um ihre Nachhaltigkeit und Raumverträglichkeit zu verbessern?

Dies dient gleichermaßen dazu, Impulse für die Weiterentwicklung der bestehenden Logistikstandorte/-immobilien zu erarbeiten sowie neue Standorte von Anfang zukunftsfähig zu gestalten.

Erwartet wird, dass die Erhebungen in Baustein #2 bestätigen werden, dass es Flächenbedarfe für logistische Dienstleistungen in der Region gibt, die nicht im Bestand realisiert werden können. Baustein #5 soll dazu dienen, herauszuarbeiten, wo entsprechende Flächenpotenziale bestehen (könnten). Hierbei soll einerseits auf den Innovationspotenzialen von Baustein #4 aufgebaut werden. Andererseits wird die Diskussion der Suchraumkulisse und möglicher Standorte auch an die ermittelten Interessenkonflikte und Interessenausgleiche anknüpfen.

Es handelt sich hierbei um den Projektabschluss in Form von Veröffentlichungen zur Ergebnissicherung und -verbreitung, die Überleitung in den politischen Beratungsprozess sowie die Dissemination der Projektergebnisse in die Fachwelt.

bis Mai 2022
Ausschreibung und Bewerbung

In Zusammenhang mit der Auftaktveranstaltung, welche das Projekt und seinen Rahmen initiierte, begann die Bewergungsphase für interessierte Regionen. Diese konnten ein eigenes Projektkonzept erstellen und bei der Projektleitung einreichen.

Juni 2022
Auswahl der Modellvorhaben

Sieben Modellregionen wurden durch eine Fachjury ausgewählt, sich mit ihren Projekten am MORO Fläche zu beteiligen. Bei der Auswahl wurde unter anderem auf unterschiedliche Themenschwerpunkte und Umsetzungsansätze Wert gelegt.

Dezember 2022
Start der Modellvorhaben

Nach der erfolgreichen Bewilligung starten die ausgewählten Modellregionen nun in die aktive Bearbeitung der Themenschwerpunkte. Dabei werden sie durch die Forschungsassistenz in ihren Vorhaben beratend unterstützt.

19.04.2023
Dialogforum

Das erste Dialogforum bot den teilnehmenden Akteuren des MORO Fläche die Gelegenheit, sich in Präsenz untereinander auszutauschen. Dabei hatte jede Region die Gelegenheit, ihr Vorhaben vorzustellen und auf Fragen und Anregungen zu reagieren. Das Forum wurde zudem durch wissenschaftliche Inputs und eine gemeinsame Arbeitsphase begleitet.

Juni - Juli 2023
Interviews Logistikakteure

Mit den lokalen Logistikakteuren wurden vor Ort Interviews durchgeführt, um die Anforderungen und Wünsche zu erfassen.