MORO Fläche

Quelle: Regionalverband Südlicher Oberrhein

Quelle: Regionalverband Südlicher Oberrhein

Region Freiburg

Eine stark arbeitsteilige Wirtschaft ist seit jeder auf eine funktionierende Logistik angewiesen. Aufgrund äußerlicher Einflüsse, beispielsweise Lieferengpässen in Folge der Corona-Pandemie, Störungen im Verkehrssystem oder politischer Unruhen, zeichnen sich wachsende Bedarfe nach Flächen für Logistik und Lagerhaltung ab. Gleichzeitig nimmt der Online-Handel weiter stark zu und es bilden sich neue Formen von Online-Dienstleistungen. Dies verstärkt einerseits den Wandel in der Distribution von Waren und Dienstleistungen, andererseits bringt es neue Flächenbedarfe mit sich.

Am Beispiel der regionalen Distributionslogistik untersuchen die Stadt Freiburg und der Regionalverband Südlicher Oberrhein deren Flächenansprüche in der Region Freiburg. Gerade flächenintensive Nutzungen bedürfen einer hohen regionalen Abstimmung und interkommunaler Zusammenarbeit – schon weil im Oberzentrum Freiburg selbst kaum mehr Flächen für großflächige logistische Dienstleistungen vorhanden sind bzw. gefunden werden können.

Flächenintensive Betriebe wie Logistikunternehmen verdeutlichen die regionalen bis globalen Verflechtungen von Wertschöpfungsketten und dadurch ihre hohe systemische Relevanz einer leistungsfähigen Stadt. Aufgrund der zunehmenden Flächenkonkurrenz in urbanen Räumen erhöht sich der Druck auf flächenintensive Funktionen, Flächenpotenziale in Umlandgemeinden werden attraktiver. Eine regionale Strategie wird wichtiger.

 

Innerhalb des Modellvorhabens sollen regionale Logistik- und Wertschöpfungsketten identifiziert und weitergedacht, flächensparende Logistikangebote auf verschiedenen Ebenen ermittelt und weiterentwickelt werden. Ein regionaler Dialog über Flächenbedarfe für logistische Dienstleistungen, Standortqualitäten und eine regionale Zusammenarbeit und Verantwortung soll gefördert werden.

 

Indem frühzeitig Interessenskonflikte und mögliche Interessensausgleiche betrachtet werden, besteht die Erwartung der Projektpartner, dass mit dem Vorhaben auch ein wertvoller Beitrag zur Weiterentwicklung der überörtlichen Zusammenarbeit geleistet werden kann. Die Überleitung in den politischen Beratungsprozess soll zur Verstetigung der Projektergebnisse in der Region führen.

 

Kontakt

Fabian Egle

Regionalverband Südlicher Oberrhein

egle@rvso.de

0761 70327-37

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Quelle: Regionalverband Südlicher Oberrhein

Zielsetzung

Ziel des Vorhabens ist es, die wachsenden Flächenbedarfe der Logisitik mit den Zielsetzungen zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme in Einklang zu bringen. Dazu sollen:

  • regionale Logistik- und Wertschöpfungsketten identifiziert und weitergedacht werden, um für die regionale Lösung des Problems zu sensibilisieren;
  • auf verschiedenen Ebenen der Lieferkette modellhafte, flächensparende Logisitikangebote ermittelt und gegebenenfalls weiterentwickelt werden;
  • ein regionaler Dialog über Flächenbedarfe für logistische Dienstleistungen, Standortqualitäten, regionale Zusammenarbeit und Verantwortungen initiiert werden;
  • kommunale und regionale Ziele für eine bedarfsgerechte und flächensparende Siedlungsentwicklung sowie Möglichkeiten zur Förderung eines nachhaltigeren Logistiksystems herausgearbeitet werden;
  • Suchräume und zu prüfende Standorte herausgearbeitet werden, wo (im Bestand, auf neuen Flächen, an neuen Standorten) gegebenenfalls erforderliche Logistikangebote realisiert werden könnten.

Quelle: Regionalverband Südlicher Oberrhein

Quelle: Regionalverband Südlicher Oberrhein

Wesentliche Projektbausteine

Dieses Arbeitspaket umfasst die zentrale Organisation der Projektpartnerschaft (einschließlich Zeit- und Finanzmanagement), die Zusammenarbeit und Pflichten gegenüber dem Fördergeber, der Begleitforschung und den weiteren Modellregionen dieses MORO-Programms sowie die Öffentlichkeitsarbeit.

Die Analyse dient dem fachlichen Einstieg in das Thema. Darüber hinaus soll bereits in dieser Phase ein Mehrwert generiert werden, indem die starke regionale Verflechtung im Bereich der Logistik verdeutlicht wird. Hierzu soll das regionale Logistiksystem analyisiert sowie die Herausforderungen und zukünftige Entwicklungen der Logistikwirtschaft herausgearbeitet werden. Hierfür soll ein Fachbeitrag extern beauftragt werden.

In diesem Schritt wird nach Umsetzungswegen gesucht, wie eine verbesserte überörtliche Zusammenarbeit im Bereich der Logistik in Politik und Planungspraxis verankert werden kann. Hierzu werden Instrumente und Handlungsebenen, Interessenkonflikte und mögliche Interessenausgleiche sowie Vorgehensweisen und Handlungsansätze aus anderen Regionen betrachtet. In einem Workshop sollen die Defizite und Handlungsoptionen für die regionale Governance mit den zentralen Akteuren der Region diskutiert werden.

Dieser Projektbaustein widmet sich den Entwicklungspotenzialen von Logistikstandorten. Aufbauend auf Baustein #2 sollen folgende Fragen beantwortet werden:

  • Welche Potenziale zur Erhöhung der Flächeneffizienz, der Klimaresilienz sowie zur Emissionsminderung von Logistikstandorten gibt es?
  • Welche innovativen Lösungen bestehen, um ihre Nachhaltigkeit und Raumverträglichkeit zu verbessern?

Dies dient gleichermaßen dazu, Impulse für die Weiterentwicklung der bestehenden Logistikstandorte/-immobilien zu erarbeiten sowie neue Standorte von Anfang zukunftsfähig zu gestalten.

Erwartet wird, dass die Erhebungen in Baustein #2 bestätigen werden, dass es Flächenbedarfe für logistische Dienstleistungen in der Region gibt, die nicht im Bestand realisiert werden können. Baustein #5 soll dazu dienen, herauszuarbeiten, wo entsprechende Flächenpotenziale bestehen (könnten). Hierbei soll einerseits auf den Innovationspotenzialen von Baustein #4 aufgebaut werden. Andererseits wird die Diskussion der Suchraumkulisse und möglicher Standorte auch an die ermittelten Interessenkonflikte und Interessenausgleiche anknüpfen.

Es handelt sich hierbei um den Projektabschluss in Form von Veröffentlichungen zur Ergebnissicherung und -verbreitung, die Überleitung in den politischen Beratungsprozess sowie die Dissemination der Projektergebnisse in die Fachwelt.

Februar 2024
Auslobung: Städtebaulicher Ideenwettbewerb

Die Stadt Freiburg und der Regionalverband Südlicher Oberrhein loben einen städtebaulichen Ideenwettbewerb für ein Logistikhub aus. Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link: Wettbewerbe Aktuell.

22.01.2024
Fachbeitrag zu Logistikflächen für die Region Freiburg

Der externe Fachbeitrag wurde von Prof. Dr. Alexander Nehm verfasst und im Rahmen des Forschungsvorhabens RegioLog veröffentlicht. Der Beitrag ist unter folgendem Link abruf: Externer Fachbeitrag.

20.12.2023
Zeitungseintrag: Badische Zeitung

Am 20.12.2023 hat die Badische Zeitung über das MORO und die Arbeit in der Region Freiburg berichtet. Unter folgendem Link finden Sie den Eintrag: Badische Zeitung.

14.12.2023
Sachstandsbericht, Verbandsversammlung des Regionalverbands Südlicher Oberrhein

Die Verbandsversammlung des Regionalverbands Südlicher Oberrhein wurde über den aktuellen Sachstand des Modellvorhabens informiert. Der Regionalverband ist Träger der Regionalplanung in der Region Freiburg.

13.12.2023
Projektvorstellung und Sachstandsbericht, Mitgliederversammlung der Region Freiburg

Am 13.12.2023 konnten die ersten Zwischenergebnisse des Modellvorhabens der Region Freiburg präsentiert werden. Die Region Freiburg ist eine Kooperation der Stadt Freiburg und der beiden Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen zur Förderung der regionalen Zusammenarbeit

November 2023
Workshop mit der regionalen Logistikwirtschaft

Der Regionalverband Südlicher Oberrhein führte am 29.11.2023 einen Logistik-Workshop durch. Knapp 40 Teilnehmer:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaftsförderung beteiligten sich an einer konstruktiven Diskussion über die zukünftige Entwicklung von Logistikstandorten in der Region Freiburg. Dr. Alexander Nehm, Professor an der DHBW Mannheim, präsentierte seinen externen Fachbeitrag für das Forschungsprojekt RegioLog. Weitere Informationen finden Sie hier: RegioLog.

September - Oktober 2023
Interviews mit kommunalen Akteuren

Rund 20 Gespräche mit kommunalen Akteuren (überwiegend Bürgermeister) zu bestehenden und möglichen Kooperationen in der Regionalentwicklung wurden durchgeführt. Die Schwerpunkte der Gespräche fokussierten sich auf interkommunale Zusammenarbeit, sowie möglichen Interessenskonflikten und Interessensausgleiche. Ziel des Austauschs war es, ein Verständnis für die Sichtweisen und Interessen der einzelnen Aktuere zu erlangen, um Stärken und Schwächen der bestehenden regionalen Governance-Struktur zu erkennen.

Juni - Juli 2023
Interviews mit Logistikakteuren

Mit den lokalen Logistikakteuren wurden vor Ort Interviews durchgeführt, diese dienten einem besseren Verständnis der regionalen Herausforderungen, der Standortmuster von Logistikakteuren, sowie für zukünftige Trends in der Branche.

19.04.2023
Dialogforum

Das erste Dialogforum bot den teilnehmenden Akteuren des MORO Fläche die Gelegenheit, sich in Präsenz untereinander auszutauschen. Dabei hatte jede Region die Gelegenheit, ihr Vorhaben vorzustellen und auf Fragen und Anregungen zu reagieren. Das Forum wurde zudem durch wissenschaftliche Inputs und eine gemeinsame Arbeitsphase begleitet.

Dezember 2022
Start der Modellvorhaben

Nach der erfolgreichen Bewilligung starten die ausgewählten Modellregionen nun in die aktive Bearbeitung der Themenschwerpunkte. Dabei werden sie durch die Forschungsassistenz in ihren Vorhaben beratend untersützt.

Juni 2022
Auswahl der Modellvorhaben

Sieben Modellregionen wurden durch eine Fachjury ausgewählt, sich mit ihren Projekten am MORO Fläche zu beteiligen. Bei der Auswahl wurde unter anderem auf unterschiedliche Themenschwerpunkte und Umsetzungsansätze Wert gelegt.

bis Mai
Ausschreibung und Bewerbung

In Zusammenhang mit der Auftaktveranstaltung, welche das Projekt und seinen Rahmen initiierte, begann die Bewerbungsphase für interessierte Regionen. Diese konnte ein eigenes Projektkonzept erstellen und bei der Projektleitung einreichen.